Naturkundemuseum

Die Sammelleidenschaft der Coburger Herzöge ist der Ursprung des Naturkundemuseums in Coburg. Schon zu Beginn des 18. Jh. begann Herzog Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1757-1806) vor allem heimische paläontologische Bodenfunde zusammenzutragen und zur Verwunderung der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Im Jahre 1844 gründeten die Brüder Herzog Ernst II. (1818-1893) und Prinz Albert (1819-1861) das „Herzogliche Kunst- und Naturalienkabinett“. Herzog Ernst II. unternahm zur Erweiterung der Sammlung sogar eine Expedition ins nördliche Abessinien (Äthiopien). Bis 1914 befand sich das Museum in Räumen der Veste Coburg. Herzog Carl Eduard (1884-1954) ließ in den Jahren 1913/14 den heutigen Museumsbau am Hofgarten errichten. Im Jahr 1996 wurde das Museum erweitert und hat nur eine Ausstellungsfläche von 2400 Quadratmeter und hat mehr als 700.000 Objekte aus vielen Teilen der Erde.

Den Schwerpunkt der im 19. Jh. gesammelten Bestände bildet die Tierwelt. Daneben existieren eine umfangreiche Insektensammlung sowie eine beachtliche Sammlung von Conchylien. Die geologischen Sammlungen des Museums enthalten viele Fossilien, die in der Pionierzeit der Geologie erstmals beschrieben wurden. Zusammen mit Funden aus neuerer Zeit dokumentieren sie die „Coburger Erdgeschichte“. Fossilien aus aller Welt sind in der Ausstellung zu sehen. Die „Allgemeine Geologie“ vermittelt Grundlagen über den Aufbau der Erde. Eine Coburger Märbelmühle zeigt, wie früher Steinmurmeln hergestellt wurden.

Ab 1900 erweiterte das Herzoghaus die Sammlungen um völkerkundliche Objekte. Inzwischen umfasst die beachtenswerte Abteilung Exponate aus Afrika, Ozeanien, Sumatra und von Peru bis Panama. Zudem besitzt das Museum eine eindrucksvolle Sammlung von Gegenständen der europäischen Stein-, Bronze- und Eisenzeit. Die Schausammlungen verteilen sich auf den denkmalgeschützten Altbau von 1914 und den 1996 fertiggestellten Anbau. Im Neubau finden sich im Parterre die Fossilien mit den Ausstellungsthemen „Krisen der Evolution“ und „Coburger Erdgeschichte“, im 1. Stock die Ausstellungen zur biologischen und kulturellen Evolution des Menschen sowie ein faszinierender Schauraum zur Völkerkunde. Der Altbau beherbergt die Abteilungen „Minerale – Baustoffe der Erde“, „Die Welt der Kristalle“ und eine besonders bei jungen Besuchern beliebte „Mineraliengrotte“. Weitere Themenbereiche bilden die Abteilungen „Aufbau der Erde“ sowie „Sedimentgesteine“.

Seit 2003 präsentieren sich die biologischen Sammlungen mit dem Saal „Evolution der Säugetiere“, der dominiert wird von einer Rocky-Mountains-Inszenierung. Der Saal „Die Tier- und Pflanzenwelt Mitteleuropas“ wurde 2008 begonnen, der Saal "Vielfalt der Wirbellosen" 2009. Ein „Historischer Schausaal“ ergänzt die übrigen Ausstellungen mit der Präsentation von Objekten und Schauschränken aus der herzoglichen Zeit zwischen 1844 und 1919.

Öffnungszeiten

täglich 9.00 - 17.00 Uhr

Eintrittspreise

Familienkarte (Eltern mit eigenen Kindern) 6,- EUR
Kinder unter 6 Jahren frei
Schüler ab 6 Jahren, Studenten 1,- EUR
Erwachsene 3,00- EUR
Schüler im Klassenverband/Jugendgruppen, je 0,50 EUR
Erwachsene in Gruppe, je 1,50 EUR
Familienpass, Coburg-Pass, Kinder-Ferienpass 50% Ermäßigung

Am Freitag Nachmittag ab 13 Uhr und Samstag Vormittag bis 13 Uhr ist der Eintritt ins Naturkunde Museum frei.

Führungen

Die Museumspädagogen bieten eine vielfältiges und unterhaltsames Programm mit Führungen, wissenschaftlichen Vortragsreihen, Wettbewerben und Exkursionen an. Nicht nur für Schulen oder Kindergärten, sondern auch für die Geburtstagsfeier.

Anfahrt:

  • Museum
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