03.05.2018

von B° RB

1. Kita-Fachtag

Stadt Coburg: Fachtag bewegt die Fachkräfte aller Kindertagesstätten in Coburg

Kita-Fachtag in Coburg

Dieser Tag war in jeder Hinsicht bewegend: Der 1. Kita-Fachtag der Stadt Coburg bot unter dem Motto "Qualität bewegt" zum einen ausreichend Zeit und Raum, alle Fachkräfte der Kita-Einrichtungen aus dem Stadtgebiet in der Hochschule zu versammeln. Zum anderen hat er inhaltlich bewegt, weil er - wie Oberbürgermeister Norbert Tessmer in seinem Grußwort aufzeigte – die Qualitätsdiskussion in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückte: „Sie bewegt uns alle, jeden in seiner Rolle. 

Denn wir tragen ein großes Stück gemeinsamer Verantwortung für die nachwachsende Generation. Und diese Kinder sind unsere Zukunft!“, betonte Tessmer mit großem Nachdruck. Er bedankte sich ausdrücklich bei der Hochschulleitung, dass die dortigen Räume für diesen Fachtag genutzt werden konnten sowie bei den Eltern, die vielfach Verständnis dafür aufgebracht hatten, dass an diesem Tag alle Einrichtungen geschlossen hatten.

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Stadträtin Monika Ufken (SPD) hatte bereits vor rund einem Jahr das Thema „Qualität in Kitas“ zum Schwerpunkt der örtlichen Jugendhilfeplanung gemacht. In diesem Kreis von Fachleuten ist dann auch die Idee zu einem Fachtag geboren worden. „Warum sollen unsere Fachkräfte immer nach München oder Berlin fahren, um an zeitgemäßen Fortbildungen teilnehmen zu können? Es ist viel effektiver und spart Geld, wenn wir eine solche Veranstaltung zentral für alle Coburger Kitas bei uns in Coburg veranstalten“, erklärte Ufken.

Dass am Thema „Qualität in Kitas“ ohnehin niemand mehr vorbeikommt, zeigte Reinhold Ehl, Leiter des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Coburg, in seinem Vortrag zum aktuellen Stand des neuen Qualitätsentwicklungsgesetzes auf.  Über die fachlichen Notwendigkeiten referierte zuvor die Hauptrednerin, Frau Prof. Dr. Roswitha Sommer-Himmel von der Evangelischen Hochschule Nürnberg. Als Professorin für Pädagogik ist sie in Nürnberg mit der Studiengangsleitung „Erziehung und Bildung im Kindesalter“ betraut. 

Doch es ging nicht nur um die „Kleinen und Kleinsten“: In einem Workshop für Fachkräfte in der Hortbetreuung wurde unter Leitung von Heike Schreiter, Fachberaterin und Fachaufsicht im Amt für Jugend und Familie der Stadt Chemnitz, die Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen besonders in den Blick genommen. Die Arbeit der bundesweiten Kinder- und Jugendstiftung wurde von Programmmitarbeiter Marco Kierstan in einem Vortrag zusammen mit den Ergebnissen der Studie „Qualität aus Kindersicht“ näher vorgestellt. Den Reigen der Vorträge am Vormittag rundete Ute Schubert-Stähr von der „Ressourcenwerkstatt Bamberg“ ab, die die Bausteine des Nationalen Kriterienkataloges (NKK) vorstellte. Diese sollen in Coburg künftig eine einheitliche Grundlage für ein Zertifizierungsverfahren der teilnehmenden Einrichtungen bilden. 

Am Nachmittag waren dann die rund 280 teilnehmenden Fachkräfte selbst gefordert. An insgesamt 19 Thementischen wurden die verschiedenen Qualitätsbereiche des NKK in mehreren Durchgängen im fachlichen Austausch vertieft. So konnten unterschiedliche Themen wie beispielsweise „Zusammenarbeit mit Familien“ oder „Tagesgestaltung“, diskutiert werden, wobei immer die förderliche Wirkung auf die Entwicklung der Kinder im Mittelpunkt stand.

Aus ersten Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde schnell klar, dass der Austausch am Nachmittag als besonders gewinnbringend eingeschätzt wird. Die Schlusspräsentation der wichtigsten Schlüsselwörter, die an den Thementischen nachmittags gesammelt wurden, stellten im Schlussplenum der Moderator des Fachtages und kommunale Kinderbeauftragte, Thomas Apfel, und Reinhold Ehl als Jugendamtsleiter gemeinsam vor. Eine Tagungsdokumentation mit allen Vorträgen und Ergebnissen der Thementische wird in Kürze auf der Homepage der Stadt Coburg veröffentlicht. Der genaue Termin wird noch gesondert bekannt gegeben.

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