18.10.2018

von B° RB

Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss

Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Horace McCoy

Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss

Tanzen bis zum Umfallen: Eröffnungspremiere im Schauspiel mit „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ am Landestheater Coburg.

Mit „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ nach dem gleichnamigen Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Horace McCoy aus dem Jahr 1935 findet am Samstag, 20. Oktober um 19:30 Uhr im Großen Haus die Eröffnungspremiere der Spielzeit 2018/2019 im Schauspiel statt. 

Schauspieldirektor Matthias Straub wird McCoys Roman – eine Parabel auf die gesellschaftliche Verrohung – mit großem Ensemble und dem Coburger Chor „Unerhört“ als eine Art Revue auf die Bühne bringen.

Amerika in den 30er Jahren zur Zeit der Wirtschaftskrise: Die Aussicht auf ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Dollar und auf regelmäßige warme Mahlzeiten lockt zahlreiche Menschen in einen Tanzmarathon. Die Regeln des Wettbewerbs sind hart: Nur alle zwei Stunden gibt es eine zehnminütige Pause für die Teilnehmer. Wer zu Boden geht, hat 30 Sekunden Zeit wieder auf die Beine zu kommen und ansonsten heißt es ununterbrochen bis zur Erschöpfung zu tanzen. Unter den vielen verzweifelten Glückssuchern finden sich auch Gloria und Robert (dargestellt von Alexandra Weis und Thomas Kaschel). Der Zufall hat die Beiden zusammengeführt. Sie halten lange durch, doch dann muss Gloria erkennen, dass der Gewinn eine einzige Lüge ist. Desillusioniert bittet sie Robert um einen letzten Freundschaftsdienst.

Während der Tanzmarathon für die Teilnehmer ein gnadenloser Wettbewerb ist, erleben die Zuschauer auf den Rängen eine Vergnügungsshow, die an Zynismus kaum zu übertreffen ist. Regisseur Matthias Straub beleuchtet mit diesem Stück die Einzelschicksale von Verlieren, den kleinen, ums Überleben kämpfenden Menschen, die hier im Mittelpunkt stehen, und verweist dabei auch auf die heutige politische und wirtschaftliche Lage verbunden mit einem Auseinanderdriften der Gesellschaft. Musikalisch wird mit Swing und Jazz der 20er und 30er Jahre die Musik der Zeit erklingen, die mit ihrer lebensbejahenden Haltung durchaus einen Kontrast zum Thema darstellt, wie Antoinetta Bafas (Musikalische Leitung) erklärt. In der bereits vierten Zusammenarbeit wird der Chor „Unerhört“ in dieser Produktion einerseits viel tanzen und zudem live die Bühnenmusik singen, indem er mit Vokalisen einen Soundteppich generiert, auf dem die Dialoge weiterlaufen. 

Neben dem Musikalischen sind auch die Tanzchoreografien von Julia Grunwald, die Kostüme von Carola Volles und die Bühne von Gabriele Wasmuth im Amerika der 30er Jahre zu verorten.


NUR PFERDEN GIBT MAN DEN GNADENSCHUSS


Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Horace McCoy



Premiere Samstag, 20. Oktober 2018
19:30 Uhr, Großes Haus



Musikalische Leitung Antoinetta Bafas


Inszenierung Matthias Straub


Bühne Gabriele Wasmuth


Kostüme Carola Volles


Choreografie Julia Grunwald


Dramaturgie Carola von Gradulewski

Chor Unerhört


Statisterie des Landestheaters Coburg


Band


Weitere Vorstellungen


Fr, 26.10.2018, 19:30 Uhr


So, 28.10.2018, 15:00 Uhr


Fr, 02.11.2018, 19:30 Uhr


Mi, 07.11.2018, 19:30 Uhr


Do, 15.11.2018, 19:30 Uhr


So, 25.11.2018, 18:00 Uhr


Di, 04.12.2018, 20:00 Uhr


Fr, 07.12.2018, 20:00 Uhr


Do, 13.12.2018, 20:00 Uhr


Sa, 02.02.2019, 19:30 Uhr


Mi, 06.02.2019, 19:30 Uhr


So, 17.02.2019, 15:00 Uhr


Sa, 23.03.2019, 19:30 Uhr


Sa, 06.04.2019, 19:30 Uhr


Fr, 26.04.2019, 19:30 Uhr


Sa, 04.05.2019, 19:30 Uhr


Sa, 01.06.2019, 19:30 Uhr (zum letzten Mal)

Karten

Theaterkasse DI bis FR 10:00 – 17:00 Uhr, SA 10:00 – 12:00 Uhr

AWO – Mehr Generationen Haus, Neue Presse, Coburger Tageblatt, Schuhhaus Appis Bad Rodach, Buchhandlung Stache Neustadt bei Coburg/Rödental, Touristinformation & Naturparkcenter Sonneberg, Kur & Tourismus Service Bad Staffelstein und alle bekannten Vorverkaufsstellen von Reservix

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