27.09.2017

von Stiftung Warentest B° RB

Pass­wort­manager

Stiftung Warentest. Pass­wort­manager: Sicherer als Schnu­cki123

Für jeden Online­dienst lässt sich ein eigener Ordner mit allen Zugangs­daten anlegen

Millionen Internetnutzer schützen ihre Online­konten fahr­lässig mit simplen oder identischen Pass­wörtern. Für mehr Sicherheit können gute Pass­wort­manager sorgen, die schwer zu knackende Pass­wörter erzeugen und verwalten. Die Stiftung Warentest hat neun Passwortmanager getestet und kann vier Programme empfehlen. Vom Speichern der Pass­wörter im Browser raten die Tester dagegen ab. Sie bieten viel weniger Funk­tionen zum Schutz der eigenen Konten.

Ein Pass­wort­manager vereint zwei große Vorteile: Man muss sich nur noch ein Pass­wort merken und kann ganz komfortabel für alle Dienste unterschiedliche und viel komplexere Pass­wörter nutzen.

Sie haben aber auch Risiken. Wenn das Masterpass­wort in falsche Hände gerät, sind alle anderen Pass­wörter auch futsch. Die empfehlens­werten Programme erhöhen hier den Schutz durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung – eine spezielle Anmeldung, die neben dem Masterpass­wort einen zweiten Schlüssel, etwa einen Finger­abdruck, erfordert.

Die empfehlens­werten Pass­wort­manager kosten 20 bis 33 Euro pro Jahr. Es gibt auch kostenlose Varianten der getesteten Programme, die allerdings weniger Funk­tionen bieten. Sie synchronisieren sich zum Beispiel nicht über mehrere Geräte oder speichern nur eine begrenzte Anzahl an Pass­wörtern.

Die Regeln für ein gutes Pass­wort stellen IT-Experten gerade infrage. Statt Groß- und Klein­buch­staben, gespickt mit Sonderzeichen, empfehlen sie neuerdings: Haupt­sache, so lang wie möglich. 20 Zeichen sollten es mindestens sein. Die Pass­wort­manager generieren zufäl­lige Pass­wörter mit bis zu 100 Zeichen.

Der ausführ­liche Test erscheint in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 28.09.2017 am Kiosk) und ist bereits online abruf­bar.

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