10.12.2014

von B° RB

Adventskonzert

Adventskonzert lockt mit Brauchtum aus Salzburg und Coburg

Adventskonzert

„Hiaz kimmt die heilig Weihnachtszeit“, „Kommet her zur Krippen“, „A b’sondere Weis“  und „Du hast, o Jesulein“ – diese und ähnliche Liedtitel aus dem Coburger und Salzburger Land erwarten die Besucherinnen und Besucher des Adventskonzerts am 13. Dezember 2014 um 18:00 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche Coburg.

Der Abend steht unter dem Motto „Und sie folgten doch dem Stern!“ und wird – sozusagen in freundschaftlicher Kooperation – gestaltet vom Coburger Projektchor Sängerkreis Coburg „ZiemlichbesteStimmen“ und befreundeten Gesangs- und Musikgruppen aus Salzburg.

Dargeboten werden Advents- und Weihnachtslieder, Texte, Bräuche und Traditionen sowohl aus dem Coburger als auch aus dem Salzburger Land.

Coburger Brauchtum steht im Zentrum der ersten Konzerthälfte. Auf der Bühne: der Projektchor Sängerkreis Coburg „ZiemlichbesteStimmen“ unter der Leitung von Carolin Heckel, Anna-Maria Frankenberger an der Harfe und Martin Neubauer als Sprecher. Im Programm sind fränkische Volkslieder u. a. von den bekannten Coburger Komponisten Hans-Martin Rauch, Knut Gramß und Gerhard Deutschmann.

Der erste Teil schließt mit dem Kindertheaterstück „Der kleine König“ in einer Bearbeitung von Christoph Angerer und aufgeführt von einer Gruppe der COBI Kindertheaterschule unter Leitung von Nicole Strehl.

Salzburger Liedgut und Brauchtum stehen im Mittelpunkt der zweiten Konzerthälfte. Es tritt auf: der Gauverbands-Chor der Stadt Salzburg, die Himmelreich-Musi, die Hinterschroffenauer Alphornbläser und die Tanzgruppe „Salzburger Alpinia“, die den „Alpinia Tresterer“ tanzen wird – eine Tanzform, die 2013 ins Verzeichnis des Immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen worden ist.

Karten sind erhältlich zum Vorverkaufspreis von 12 Euro bei den Geschäftsstellen des Coburger Tageblatts, der Neuen Presse und im Tourismus Coburg sowie für 15 Euro an der Abendkasse.

Hintergrundinformationen:

Den Rahmen bildet der Kulturaustausch Coburg-Salzburg, den die beiden Städte seit dem Jahr 2004 pflegen. Damals wurde der Schauspieler Christoph Angerer, dato am Landestheater Coburg engagiert, von der Kulturabteilung der Stadt Coburg beauftragt, ein Konzept für ein Adventssingen zu erstellen. Angerer orientierte sich an den erfolgreichen Salzburger Vorbildern und im Laufe der Jahre entwickelte sich aus diesem Projekt ein regelmäßiger Kulturaustausch zwischen Salzburg und Coburg.

Zu den Mitwirkenden:

Carolin Heckel, Chorleitung: Studium der Kirchenmusik in München und an der Musikhochschule Detmold. Abschluss mit  A-Examen. Aufbaustudium für Elementare Musikpädagogik Nürnberg. Nach mehrjähriger Tätigkeit als hauptberufl. Kantorin, sieben Jahre an der Kreis-Musikschule Coburg beschäftigt. Derzeit als freischaffende Organistin, Chorleiterin und Musik-Pädagogin tätig.

Anna-Maria Frankenberger, an der Harfe: ist in Coburg geboren und erhielt ihren ersten Harfenunterricht bei Maria Lazar. 2007 begann sie ihr Studium bei Prof. Gisèle Herbet an der Hochschule für Musik Würzburg und legte im Herbst 2012 ihr pädagogisches und künstlerisches Diplom ab. Meisterkurse ergänzen ihre Ausbildung. Sie war Stipendiatin der Riebesamstiftung.  Als Musikpädagogin ist sie an der Jugendmusikschule Wertheim tätig. Zudem hat sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Würzburg.

Burkhart M. Schürmann, Bearbeitungen für Harfe und Chor - Uraufführung: (*1972) studierte Schulmusik, Germanistik und Musikwissenschaft in Hannover sowie Chorleitung in Würzburg. Seit 2002 lehrt er u. a. Ensembleleitung, Tonsatz und Formenlehre an der oberfränkischen Berufsfachschule für Musik in Kronach.

Projektchor Sängerkreis Coburg „ZiemlichbesteStimmen“:  Der Sängerkreis Coburg vereint nahezu 4.000 SängerINNEN in 162 Chorkategorien und ist somit einer der bedeutendsten Kulturträger der Region Coburg-Kronach-Lichtenfels. Günter Freitag, Vorsitzender seit 18 Jahren, ist stets bestrebt, die Chorgemeinschaft dem Zeitgeist und neuen Strömungen zu öffnen sowie insbesondere Nachwuchs zu fördern. Für den Kulturaustausch 2013/14 wurde ein Projektchor unter der Leitung von Carolin Heckel initiiert.

Kindertheater COBI: Nicole Strehl studierte zunächst Theaterwissenschaften und Pädagogik bevor sie als Betriebswirtin und Marketingplanerin abschloss. Mit einem eigenen Kindertheater erfüllte sie sich im April 2012 einen Traum und hofft,dass sie Kinder für das Theaterspielen begeistern kann! „Theater macht Spaß“ ist ihr Motto, welches sie auch den Kindern vermitteln möchte.

Gauverbands-Chor der Stadt Salzburg: besteht aus Mitgliedern von Volksliedchören, Goldhaubengruppen, Heimat- und Trachtenvereinen der Stadt Salzburg. Ziel dieser Singgemeinschaft ist die Pflege und Erhaltung des Volksliedes und das erlernte Liedgut in den Vereinen und Familien weiterzugeben. Chorleiter seit 2003: Erwin Angerer. Das Motto des Chores: „Singa is insa Freud.“

Himmelreich-Musi: Bei einem Volksmusikseminar beschlossen vier  „Stådinger“ „a Musi z’ machen“. Die Musi spielt bei Brauchtumsveranstaltungen, Dorffesten, Weihnachtszeit u.v.a. Anlässen.

Hinterschroffenauer Alphornbläser: aus Hof bei Salzburg, bestehend aus vier Musikern: Johann Pöckl (Leitung), Johann Pöckl Jun., Georg Pöckl (Bruder) und Wilhelm Höpflinger. Die Alphörner – gestimmt in „D“ – Länge – 4,35 m – wurden von den Musikern selbst aus Fichtenholz gefertigt. Gespielt werden u.a. eigene 4-stimm. Kompositionen - bei kirchlichen Anlässen, Hochzeiten, Dorffesten und volkskulturellen Anlässen im Jahreskreis. Die Pflege und Erhaltung der Volkskultur ist den Musikern ein besonderes Anliegen.

„Salzburger Alpinia“ – „Alpinia Tresterer“: die „Alpinia“ war der erste Gebirgstrachten-Verein im damaligen k.u.k. Österreich und gilt heute als ältester Trachtenverein. Nach der Vereinsgründung am 05.08.1891, wurde bereits um 1905 eine Schönperchtengruppe, die „Alpinia Tresterer“ aus der Taufe gehoben. Diese Sonderform des Schönperchtenlaufens, die sich im Bezirk Pinzgau entwickelt hat, wurde damals von einem Fuhrmann und „Alpinia“- Mitglied entdeckt und in die Stadt Salzburg gebracht. Die Tanzmelodie konnte er auf einem Kamm – bespannt mit Seidenpapier – blasen und so wurden die typischen Sprungschritte unter seiner Anleitung im Verein eingelernt. Diese Tanzform ist bis heute unverändert erhalten. Die Eintragung im Verzeichnis des Immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO 2013 ist für die „Alpinia“ eine hohe Auszeichnung.

Gesamtleitung: Günter Freitag, Michaela Hofmann und Erwin Angerer

Veranstalter: Stadt Coburg und Gauverbands-Chor der Stadt Salzburg

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