
Franken-Onleihe
Eine gemeinsame Plattform zum Ausleihen von digitalen Medien haben die öffentlichen Büchereien in Franken eingerichtet.Verbund von Bibliotheken in Franken gegründet
In Franken gehen 16 öffentliche Büchereien mit der Zeit. Gemeinsam haben sie den Verbund „Franken-Onleihe“ gegründet, um mit einem ersten Angebot von rund 5.000 digitalen Medien künftig immer und überall erreichbar zu sein.
Start im Februar
Digitale Medien rund um die Uhr von zu Hause oder von unterwegs ausleihen, das können ab Februar alle Nutzer, die in einer der 16 fränkischen Bibliotheken von Alzenau über Coburg bis Wunsiedel angemeldet sind.
Auch in den virtuellen Bibliotheken des Internets gilt dabei: Eine Lizenz für ein Buch, eine Zeitung oder ein Spiel erlaubt auch nur eine Ausleihe. Durch die jetzt vereinbarte Zusammenarbeit kann jedoch ein Buch, das in Selb zur Verfügung steht, auch von einem Leser in Ochsenfurt ausgeliehen werden.
16 Bibliotheken dabei
Der Bibliotheksverbund kam auf Initiative der Staatlichen Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken in Würzburg zustande. Die Koordinatorin Dipl.-Bibl. Sybille Ebner und die 16 Büchereileiterinnen und -leiter hoffen, dass die beteiligten Bibliotheken durch die Bündelung von Geld und Fachkräften möglichst schnell ein breites Angebot an digitalen Medien anbieten können.
So stehen für 2012 weitere 50.000 € für den Erwerb von Medienlizenzen zur Verfügung und es werden am Jahresende rund 10.000 digitale Medien sein, die jeden Tag rund um die Uhr heruntergeladen werden können.
Ein weiterer Partner der Bibliotheken ist bei der Franken-Onleihe die Firma DiViBib GmbH in Wiesbaden, die sich auf den Erwerb der Ausleih-Rechte spezialisiert hat. Ob es die Tageszeitung oder die Zeitschrift als e-Paper ist, das Buch als digitales e-Book, ob es Audio-Dateien für Hörbücher oder Musik sind – immer geht es um eine Vereinbarung mit den Verlagen, ob und wie das Werk auch online ausgeliehen werden darf.
Einfache Ausleihe
Wesentlicher Bestandteil ist dabei auch das „Digital Rights Management“, kurz DRM, das die Dateien schützt und ein „Verfallsdatum“ enthält. Denn auch für die digitalen Medien gibt es eine Leihfrist wie für die richtigen Bücher oder CDs. „Die Ausleihe ist einfach und erfolgt nach der Anmeldung mit Büchereiausweis per Download auf den PC und auf mobile Endgeräte wie MP3-Player, E-Book-Reader“, erklärt die Büchereileiterin Brigitte Maisch. Die technischen Voraussetzungen bringen viele handelsübliche E-Book-Reader, Smartphones, iPad und iPhone mit. „Die Nutzung ist damit unabhängig von Öffnungszeiten und völlig ortsungebunden“. „Damit bietet sich die Onleihe für Menschen an, die nicht zu den Öffnungszeiten in die Bücherei kommen können oder die nicht mobil sind.“ Und natürlich erhoffen sich die 16 beteiligten Bibliotheken auch neue Nutzerschichten unter den Bürgern, die die elektronische Datenwelt den Printmedien vorziehen.
Ab Februar online
Auf die konkrete Titelauswahl und weitere Informationen darf man ab Februar auf der dann frei geschalteten neuen Homepage www.franken-onleihe.de gespannt sein.
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