
Thema des Monats
Das digitale Stadtgedächtnis informiert über die Coburger Geschichte. In diesem Monat mit dem Thema: Katholiken in Coburg.
Coburg oder Bamberg? Grobe oder feine Bratwurst? Das Brötchen vertikal oder horizontal aufgeschnitten? Was sich zunächst nach einer Entscheidung für den Familienausflug oder das Mittagessen anhört, ist ein Überbleibsel der Trennung von evangelisch und katholisch. Coburg wurde im Jahr 1524 evangelisch, doch nur wenige Kilometer südlich begann das Gebiet der Katholiken.
Über 300 Jahre lang galten Katholiken in der Vestestadt als Außenseiter. Sie waren häufig Zugereiste und sprachen einen anderen Dialekt. Ihre Rituale waren den Coburgern fremd und so wurde beispielsweise die Fronleichnamsprozession argwöhnisch beobachtet. Sogar in den Schulen gab es getrennte Eingänge für evangelische und katholische Schüler.
Katholiken in Coburg
Das Digitale Stadtgedächtnis widmet sich im August dem Thema Katholiken in Coburg. Rupert Appeltshauser fasst in seinem Text die Geschichte der Katholiken und der katholischen Gemeinde zusammen. Neben den historischen Fakten ist der Text gespickt mit Anekdoten, Kindheitserinnerungen und Überlegungen zum evangelischen und katholischen Glauben. Mal humoristisch, mal nachdenklich und ernst beschreibt Appeltshauser das Zusammenleben von Protestanten und Katholiken in Coburg.
Im Digitalen Stadtgedächtnis unter
www.stadtgeschichte-coburg.de können Interessierte weiterlesen und mehr über das „verborgene katholische Herz“ der Coburger erfahren.
Geschichte in Coburg
Das Digitale Stadtgedächtnis ist eine Internetplattform, die die Coburger Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet. Neben der historisch belegten Geschichte können die Leser auch erlebte Geschichte verfolgen. Jeder kann im Digitalen Stadtgedächtnis Autor werden und von seinen Erlebnissen berichten. Je mehr Bürger sich beteiligen, desto vollständiger und lebendiger wird die Darstellung der Coburger Vergangenheit für die nachfolgenden Generationen.
Das Digitale Stadtgedächtnis der Stadt Coburg gewann 2009 den eGovernment-Wettbewerb im Bereich „Next Generation Services“ und wurde 2010 mit dem Preis des Wettbewerbs "Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet.
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