
Wo in Coburg in den 1960er Jahren die Hölle los war – Tanzcafés sind Thema des Monats im Digitalen Stadtgedächtnis
Von jungen Frauen in Petticoats, herausgeputzten Beamten des Bundegrenzschutzes und der „Sitten-Edith“, der damaligen Kriminalhauptkommissarin Edith Seifarth, berichtet Egbert Henke in seinem Artikel über die Coburger Tanzcafés für das Digitale Stadtgedächtnis. Zusammen mit seinen Freunden Ike und Toni nimmt Henke den Leser mit auf einem Streifzug durch das Coburg der 1960er Jahre. Im Juni 1960 kamen Egbert Henke und 29 weitere junge Beamte des Bundesgrenzschutzes nach Coburg. Allerdings eher unfreiwillig, wie Henke berichtet. Zufällig trafen er und seine Freunde eines Tages im Steinweg auf drei junge Frauen.
Als die ersten Annäherungsversuche scheiterten, beschlossen die drei Freunde, den Mädchen zu folgen, und zwar von einem Tanzcafé ins nächste. Henke erzählt mit jugendlicher Leichtigkeit vom Tanztee im Rosengarten, dem Cafe Renner, dem legendären „Hofbräusaal“ und dem Cafe Quick. Die Tanzcafés, schreibt er, waren „genau das Richtige, um unsere Annäherungsversuche zu intensivieren.“ Ob noch mehr aus der Bekanntschaft geworden ist, erfahren die Leser im Digitalen Stadtgedächtnis unter www.stadtgeschichte-coburg.de.
Jeder kann mitmachen
Das Digitale Stadtgedächtnis ist eine Internetplattform, die die Coburger Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet. Neben der historisch belegten Geschichte können die Leser auch erlebte Geschichte verfolgen. Jeder kann im Digitalen Stadtgedächtnis Autor werden und von seinen Erlebnissen berichten. Je mehr Bürger sich beteiligen, desto vollständiger und lebendiger wird die Darstellung der Coburger Vergangenheit für die nachfolgenden Generationen.
Das Digitale Stadtgedächtnis der Stadt Coburg gewann 2009 den eGovernment-Wettbewerb im Bereich „Next Generation Services“ und wurde 2010 mit dem Preis des Wettbewerbs "Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet.
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