11.02.2017

von JD-B° RB

Stress am Steuer: Wie man Ausraster vermeidet

Fünf verschiedene Typen sorgen für Stress im Straßenverkehr

Wer sich schnell hinter dem Steuer stressen lässt, bringt sich und andere in Gefahr

Stress am Steuer nervt: Den Gestressten genauso wie die anderen Verkehrsteilnehmer, unter Umständen Opfer seines Verhaltens. Vor allem im Berufsverkehr kommt es oft zur Konfrontation. Die gute Nachricht jedoch lautet: Frauen bleiben cooler und es gibt auch Wege, den Stress am Steuer zu mindern oder zu vermeiden. 

Mit 60 Testpersonen untersuchte der ADAC das Verhalten von Autofahrern in belastenden Situationen. Und schickte sie während der beruflichen Rushhour durch die Innenstadt und Umgebung von Heidelberg. 35 Kilometer mussten sie dabei unter der Beobachtung eines Psychologen zurücklegen. Die Ergebnisse waren deutlich: Frauen fahren eher defensiv, stehen dadurch minder unter Druck und begehen weniger Fehler.

Zudem schälten sich bei der ADAC-Studie fünf verschiedene Stresstypen heraus: 7,1 Prozent der Studienteilnehmer ließen sich einordnen in die Gruppe der "Überbesorgten", 14,3 Prozent erhielten das Prädikat der "Unsicheren", 17,9 Prozent waren "konfrontativ" unterwegs, 32,10 Prozent zählten zur Kategorie der "vermeintlichen Alleskönner" und 28, 6 Prozent fielen unter die Kategorie der "Verantwortungsbewussten".

Innerhalb der Verantwortungsbewussten hatten die Frauen mit 56 Prozent die Nase vorn. Diese Gruppe war am rücksichtsvollsten unterwegs. Allerdings zeigte sich auch bei den "Unsicheren" ein Frauenüberschuss, bei der - so wie bei den "Konfrontativen" und bei den "vermeintlichen Alleskönnern" - ein größeres Fehlerrisiko herrscht. 

Gleichzeitig entwickelten die ADAC-Fachleute bei dieser Studie auch Tipps für den Stressabbau aller Gruppen. Dazu zählt zum Beispiel, regelmäßige Pausen zur Entspannung einzubauen, die Strecken mit eingebauten Zeitreserven gut zu planen, den richtigen Sicherheitsabstand zu halten und den Ärger aus dem Büro beim Start aus den Gedanken zu verbannen. Unsichere Autofahrer können ihre Fahrpraxis und ihr Gefühl übrigens mit Sicherheitstrainingseinheiten verbessern und sollten während der Fahrt am besten auf ablenkende Geräusche aus dem Radio oder ähnliches verzichten.

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