Schloß Ehrenburg

Schloss Ehrenburg Coburg

Schlossplatz mit Ehrenburg

Innenhof der Ehrenburg

450 Jahre Geschichte
Das eindrucksvolle Schloss Ehrenburg in Coburg blickt auf eine spannende 450-jährige Geschichte zurück und beherbergte im Laufe dieser Jahrhunderte schon so manche namenhafte Berühmtheit. Erbaut wurde die Dreiflügelanlage und ehemalige Stadtresidenz der Coburger Herzöge 1543-47 im Auftrag des Herzog Johann Ernst aus der ernestinischen Linie des Hauses Wettin. Da es ohne Frondienste erreichtet wurde, erhielt sie, so heißt es, von Kaiser Karl V. ihren Namen. Nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges und einem Brand baute Herzog Albrecht die Ehrenburg zu einer barocken Residenzanlage aus. Aus dieser Zeit stammen üppige Stuckaturen oberitalienischer Meister, die Hofkirche und der Riesensaal.

1000 Jahre Herrschaftsgeschichte
Letzterer präsentiert sich besonders eindrucksvoll. Das Gebälk des prächtigen Riesensaals wird von mächtigen Atlantenfiguren getragen. Ein unter der Decke hängender Fries mit 56 Wappen ehemaliger Herrschaftsbereiche des Hauses Wettin weist auf die tausendjährige Geschichte des Geschlechts und ihres einst bedeutenden Herrschaftsgebiet hin. An den Fensterpfeilern befindliche Spiegel, die 1817 angebracht wurden, verleihen dem mächtigen Barocksaal besonderen Glanz.

Erstes Wasserklosett auf dem Kontinent
Erste Hinweise auf die Anwesenheit berühmter Führungspersönlichkeiten findet man auf einer Gedenktafel im Raum, die an die Begegnung zwischen Kaiser Franz Joseph von Österreich und Queen Victoria 1863 im Riesensaal erinnert. Im Schloss kann man aber noch weitere Spuren der englischen Königin Viktoria von Großbritannien und Irland, die oft und gerne in Coburg weilte, entdecken. So wurde für die Aufenthalte der englischen Königin, die 1840 Prinz Albert von Sachsen- Coburg und Gotha geheiratet hatte, nicht nur ein Schlafzimmer eingerichtet, sondern auch eines der ersten Wasserklosetts auf dem europäischen Kontinent gebaut.

Umfangreiche Gemäldesammlungen
Im Sinn des französischen "Style Empire" waren die Wohn- und Gesellschaftsräume nach Plänen des Architekten André Marie Renié-Grétry zwischen 1816 und 1840 neu gestaltet und mit prunkvollen Möbeln, Uhren und Leuchtern ausgestattet worden. Bei den stündlich stattfindenden Führungen durch dass Schloss bekommt man aber nicht nur einen Eindruck in das Leben früherer Herrschaftshäuser, sondern kann überdies zwei Bildergalerien mit der umfangreichen Gemäldesammlung der Coburger Herzöge besichtigen. Hochrangige Werke berühmter Künstler, wie die von Lukas Cranach dem Ältern, sind vertreten. Die Sammlung umfasst zudem bedeutende holländische und flämische Meister.

Öffnungszeiten

April-September: 09.00 bis 17.00 Uhr
Okober-März: 10.00 bis 15.00 Uhr
Montags; 24/25.12.; 31.12./01.01. geschlossen

Führungen

  • April-September: stündlich von 09.00 bis 17.00 Uhr
  • Okober-März: stündlich 10.00 bis 15.00 Uhr

Anfahrt:

  • Museum
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