Schloß Callenberg

Schloß Callenberg von Coburg aus gesehen

Ursprung europäischer Königshäuser
Wer die dreiflüglige Schloßanlage Callenberg, inmitten des Callenberger Forstes gelegen, besichtigt, der schnuppert auch ein bisschen internationales Flair: denn die Geschichte des Schlosses ist mit der von Prinzen, Herzögen, Königen und sogar Kaiserinnen aus der ganzen Welt verwoben. Grund dafür war die geschickte Heiratspolitik der Coburger Herzogsfamilie insbesondere während des 19. Jahrhunderts. Und so finden sich heute unter anderem Familienbande ins britische, belgische und portugiesische Königshaus. Auch heute noch hat das Schloss einen Schlossherren, Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha. Er kümmert sich um die denkmalgerechte Erhaltung des Anwesens. Bis das Schloss allerdings in den Besitz der Coburger Herzogfamilie überging, durchlebte es eine wechselvolle Geschichte.

Erste Erwähnung 1122
Erstmals erwähnt wurde das Schloss in einer Urkunde von 1122. Als Besitzer wird ein "Thiemo de Chalwinberch" genannt. Das edelfreie Geschlecht Chalwinberch ist auf Callenberg bis 1231 nachweisbar. In diesem Jahr verkaufte der letzte auf Callenberg ansässige Edelfreie das Anwesen an das Bistum Würzburg. Doch bereits im folgenden Jahr befanden sich die Besitztümer in Händen des Grafen Poppo VII. von Henneberg. Seit 1313 bewohnten die Ritter von Sternberg die Burg als erbliches Lehen. Nach dem Ableben des letzten Ritters übernahm der Coburger Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg 1592 die Burg zu seiner eigenen Nutzung. Herzoges, Johann Casimir von Sachsen-Coburg. Er ließ die mittelalterliche Burg zu einem Jagdschlösschen umbauen. Endgültig war dies jedoch noch nicht: zwischenzeitlich fiel das Schloss Callenberg in den Besitz der Herzöge von Sachsen-Meiningen. Seit 1826 gehört es jedoch zur Coburger Herzogsfamilie und damit endeten die wechselnden Besitzverhältnisse des Schlosses. Die Coburger Herzöge Ernst I. und Ernst II. waren es dann auch, die durch umfangreiche Umbauarbeiten zwischen 1827 und 1860 eine der herausragendsten architektonischen Schöpfungen im Stil der Neugotik in Bayern schufen und dem Schloss sein heutiges Aussehen verliehen. Noch bis 1945 wurde das Schloss als Hauptwohnsitz der Herzogsfamilie genutzt.

Umfangreiche Kunstsammlung
Nach einer aufwendigen Restaurierung beherbergt das Anwesen seit 1998 den Herzoglichen Kunstbesitz Sachsen Coburg Gotha. Hochwertige Möbelstücke, Porzellane und eine Auswahl von Waffen aus vier Jahrhunderten, aber auch eine umfangreiche Gemäldesammlung schmücken die Räume. Zahlreiche Familienportraits, darunter auch bekannte Bildnisse der Königin Victoria von England und ihres Gemahls Prinzen Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, erinnern an die weitreichenden verwandtschaftlichen Beziehungen des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha. Und die Exponate der Windsor-Galerie widmen sich eigens dem Verwandtschaftsverhältnis zum englischen Königshaus. So scheint es doch, als werden die Besucher des Hauses während einer Besichtigung nicht nur durch ein wunderschönes Schloss geführt, sondern auch in viele Teile Europas.

Öffnungszeiten

Sommersaison (1. April – 31. Oktober)
Dienstag – Sonntag täglich 11 – 17 Uhr

Wintersaison (1. November – 31. März)
Dienstag – Sonntag 13.00 – 16.00 Uhr
(geschlossen am 24. Dezember und an Faschingsdienstag)

Eintrittspreise

  • Erwachsene: 5.00 Euro
  • Gruppe (ab 10 P.): 4 Euro
  • ermäßigt ; 2,50 Euro
  • Schulklasse: 1,00 Euro
  • Familienkarte (2 Erwachsene,) 10,00 Euro
  • CoBook: 9,90 Euro
  • Der Eintrittspreis für das Deutsche Schützenmuseum ist im Schlosseintritt enthalten

Führungen

  • So. und Feiertage: 14 und 15 Uhr und nach Vereinbarung
  • Kosten: 1 Euro zzgl. Eintritt
  • Sonderführung: nach Vereinbarung 2 Euro je P. zzgl Eintritt
  • Bei Sonderführungen kann zum Abschluss auch ein Sektempfang vereinbart werden.
  • Museum
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